
Vom Hydraulik-Simulator zum Systemarchitekten.
Warum ich heute Change leite, statt Kabelpläne zu zeichnen.
Hi, ich bin Bastian.
Ich habe meine Karriere im Epizentrum eines der größten industriellen Krisenmomente der Luftfahrt begonnen.
Mein Schreibtisch stand in einem Großraumbüro voller neuer Gesichter. Das Programm war im Verzug, der Druck massiv, die Führung überfordert.
Mein Onboarding bestand aus dem Satz: „Frag dich durch.“ Ich sah zu, wie Teams wöchentlich neu organisiert wurden, Informationen im Silo-Denken versickerten und die Angst vor der „Roten Laterne“ jede ehrliche Kommunikation im Keim erstickte.
Damals lernte ich zwei Dinge:
- Man kann noch so viele Experten einstellen. Wenn das soziale System nicht funktioniert, scheitert die Technik.
- Führung ist eine Dienstleistung am System.
Meine Wurzeln: Daten, Systeme, Logik.
Ich bin Ingenieur durch und durch.
In meiner Diplomarbeit habe ich komplexe hydraulische Systeme simuliert und Regelsysteme dafür entwickelt. 20 Jahre später weiß ich:
Ein Team funktioniert genauso.
Es gibt Input, Druck, Reibungsverluste und Output.


Wenn ich heute mit Führungskräften arbeite, schalte ich mein Ingenieurs-Gehirn nicht ab.
Ich nutze Systems Thinking, um zu verstehen, wo die Blockaden liegen.
Ich suche nach dem Fehler im Regelkreis.
Warum 90/10? Weil ich morgen früh wieder im Meeting sitze.
Ich bin zu 90 % fest in einem europäischen Luftfahrtkonzern angestellt. Ich kenne die Mails, die dich nachts nicht schlafen lassen. Ich kenne die Steerings, in denen alle grün reporten, während das Projekt tiefrot ist.
Meine Coaching-Tätigkeit, die restlichen 10 %, ist mein Labor. Ich gebe weiter, was ich selbst im Konzern-Alltag erfolgreich getestet habe.
Wofür ich stehe, und wo ich unbequem werde
Ich stelle die Fragen, die sich sonst keiner traut.
- Maximale Transparenz: Informationen sind der Treibstoff. Wenn sie nicht fließen, stockt das Projekt.
- Erlaubnis zum Experiment: Wer keine Fehler in der Öffentlichkeit machen darf, wird nie innovativ sein.
- Mut zur Wahrheit: Ich helfe dir, die „Rote Laterne“ zu akzeptieren, um sie gemeinsam loszuwerden, statt sie zu verstecken.
Ich kämpfe selbst jeden Tag gegen den Drang, alles perfekt machen zu wollen, und gegen den Reflex, Erreichtes kleinzureden. Ich habe gelernt, diese Muster zu steuern.
